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Bundesweit größte Gesellenfreisprechung in Lübeck: 511 Hörakustiker starten in den Gesellenstand

Am 26. Juli 2025 wurden in der Musik- und Kongresshalle Lübeck (MuK) 511 junge Fachkräfte offiziell in den Gesellenstand erhoben. Die bundesweit größte Gesellenfreisprechung im Gesundheits-Handwerk würdigte den erfolgreichen Abschluss der dreijährigen dualen Ausbildung zum Hörakustiker. Zusammen mit ihren Angehörigen und Ehrengästen feierten die Absolventen diesen wichtigen Meilenstein ihrer beruflichen Laufbahn.

Bundesweit größte Gesellenfreisprechung in Lübeck: 511 Hörakustiker starten in den Gesellenstand
Bildquelle: biha, Fotograf: Olaf Malzahn, 2025

Tradition und Verantwortung nach alter Handwerkstradition

Eberhard Schmidt, Präsident der Bundesinnung der Hörakustiker (biha), eröffnete die Veranstaltung und sprach die Absolventen nach alter Handwerkstradition von den Rechten und Pflichten ihrer Ausbildung frei. Dabei betonte Schmidt, dass der Abschluss die Grundlage für die verantwortungsvolle Tätigkeit als Hörakustiker bilde. Er hob die Vielfalt der Aufgaben sowie die zahlreichen Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung hervor, die der Beruf bietet.

Videobotschaft des Ministerpräsidenten: Gesellschaftliche Bedeutung des Berufs

Daniel Günther, Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, übermittelte seine Glückwünsche per Videobotschaft. Er unterstrich die wichtige Rolle der Hörakustiker in der Gesellschaft: Sie unterstützen Menschen mit Hörbehinderung dabei, nicht isoliert zu leben, sondern aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Dies erfordere sowohl technisches Know-how als auch eine hohe Sensibilität im Umgang mit den Betroffenen.

Ausbildung: Praxis im Betrieb und Berufsschule am Campus Hörakustik in Lübeck

Die Ausbildung zum Hörakustiker dauert drei Jahre und erfolgt dual: Der Hauptanteil wird in Betrieben geleistet, begleitet von Berufsschulunterricht und überbetrieblichen Ausbildungsabschnitten. Diese finden zentral am Campus Hörakustik in Lübeck statt, der bundesweit eine bedeutsame Rolle in der beruflichen Aus- und Weiterbildung einnimmt. Nach dem Gesellenbrief sind weitere Qualifikationen wie der Meisterbrief oder Spezialisierungen, etwa im Bereich Pädakustik, möglich.

Gesellenfreisprechung zeigt die Bedeutung des Handwerks

In der Ansprache des Studiendirektors Jens Rießen wurde der Aspekt der Verantwortung hervorgehoben, die mit dem Beruf einhergeht. Hörakustiker passen nicht nur technische Geräte an, sie begleiten Menschen in ihren Lebenssituationen. Ein gut angepasstes Hörsystem kann die Lebensqualität erheblich verbessern und zwischen sozialer Isolation und neuer Lebensfreude entscheiden.