Mit der digitalen Schnittstelle HIDataSync hat der Bundesverband der Hörsysteme-Industrie (BVHI) eine wichtige Grundlage für den digitalen Datenaustausch in der Hörakustik geschaffen. Zehn Monate nach Einführung zieht der Verband nun eine positive Bilanz und kündigt gleichzeitig den nächsten Entwicklungsschritt an: Ein Erweiterungspaket soll den Austausch zwischen Herstellern und Fachbetrieben künftig noch umfassender gestalten.

HIDataSync vernetzt Hersteller und Hörakustikfachbetriebe
HIDataSync ermöglicht es Hörakustikfachbetrieben, aktuelle Produktdaten direkt aus den Systemen der Hersteller in ihre eigene Branchensoftware zu importieren. Seit Anfang 2025 wird die Plattform zunehmend genutzt. Nach Angaben des BVHI greifen bereits mehr als ein Drittel der Betriebe in Deutschland darauf zu – unabhängig von Unternehmensgröße oder Softwareumgebung. Die automatisierte Datenübertragung reduziert den manuellen Pflegeaufwand und minimiert Übertragungsfehler, was laut Verband zu einer effizienteren Nutzung personeller Ressourcen führt.
Erweiterungspaket mit Bestell- und Rechnungsoptionen auf der EUHA 2025 vorgestellt
Zum EUHA-Kongress 2025 stellte der BVHI das erste Erweiterungspaket für HIDataSync vor. Damit sollen Fachbetriebe künftig Bestellungen direkt aus ihrer Branchensoftware heraus an die angebundenen Hersteller senden können. Zusätzlich wird das System um digitale Lieferscheine und E-Rechnungen ergänzt. Der Rollout der neuen Funktionen ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Ziel ist es, die Prozesse zwischen Industrie und Fachhandel weiter zu vereinheitlichen und den digitalen Datenaustausch entlang der gesamten Lieferkette zu fördern.
Integration von HIDataSync in bestehende Branchensoftware
Aktuell ist HIDataSync bereits in den Systemen AMPAREX und Euronet integriert. Weitere Softwareanbieter haben laut BVHI angekündigt, die Schnittstelle in den kommenden Monaten einzubinden. Damit soll eine breite Kompatibilität sichergestellt werden, um den Zugang zu den neuen Services für möglichst viele Betriebe zu ermöglichen.
BVHI setzt Digitalisierung der Hörakustikbranche fort
Mit der geplanten Erweiterung setzt der BVHI seinen Kurs fort, digitale Standards in der Hörakustikbranche voranzutreiben. Die konsequente Weiterentwicklung von HIDataSync zeigt, dass der Verband die Vernetzung von Industrie und Fachbetrieben strategisch stärkt und den Weg für durchgehend digitale Geschäftsprozesse ebnet.
Der Start des Erweiterungspakets im Jahr 2026 markiert dabei einen weiteren Schritt hin zu einer vollständig digitalisierten Liefer- und Kommunikationskette innerhalb der Hörakustikbranche.







