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EUHA veröffentlicht fünften und finalen Teil der EUHA-Leitlinie

Der Expertenkreis Hörakustik hat mit Teil 5 die Leitlinienreihe „Empfehlungen für eine erfolgreiche Hörsystemanpassung” abgeschlossen. Der letzte Teil der „Empfehlungen für eine erfolgreiche Hörsystemanpassung“ befasst sich mit – wie könnte es anders sein – dem Abschlussgespräch und der Nachsorge.

EUHA veröffentlicht fünften und finalen Teil der EUHA-Leitlinie

EUHA-Leitlinie Teil 5: „Empfehlungen für eine erfolgreiche Hörsystemanpassung“ nun final

Im März 2023 hat der Expertenkreis Hörakustik der EUHA ein großes Projekt gestartet: Eine vollumfängliche Leitlinie für eine erfolgreiche Hörsystemanpassung, die sich Hörakustiker zur Hand nehmen können. Seitdem sind sukzessive 4 Teile der Leitlinie veröffentlicht worden – und nun der fünfte, letzte Teil.

Dieser fünfte Teil schließt somit auch den Versorgungszyklus ab: Eine Hörsystemversorgung endet schließlich nicht mit der Geräteübergabe. Sie beginnt dort erst richtig. Was der Kunde in den ersten Wochen erlebt – ob er sich sicher fühlt, ob das Gerät in seinen Alltag passt, ob er Unterstützung bekommt, wenn Fragen auftauchen – das bestimmt maßgeblich über Erfolg oder Misserfolg der gesamten Anpassung.

Darum geht’s in Teil 5 der EUHA-Leitlinie konkret

Teil 5 gliedert sich in drei Bereiche: Einweisung und Handhabung, Abschlussgespräch und Nachsorge. Bevor die Anpassung offiziell als abgeschlossen gilt, steht eine strukturierte Einweisung auf dem Programm – und zwar nicht nur in das Hörsystem selbst, sondern ausdrücklich auch in verfügbare Hörassistenzsysteme: Induktionsschleifen, Streaming-Adapter, App-Funktionen, Bluetooth-Kopplungen. Viele Kunden nutzen ihr Gerät weit unter seinen Möglichkeiten, schlicht weil niemand ihnen gezeigt hat, was alles möglich wäre.

Beim Abschlussgespräch werden dann Erwartungen abgeglichen, offene Fragen beantwortet und wenn nötig die Anpassung noch einmal feinjustiert. Die Leitlinie empfiehlt eine strukturierte Herangehensweise: Wurde der Kunde wirklich verstanden? Hat er das Gehörte verarbeitet? Fühlt er sich sicher im Umgang mit dem Gerät? Gerade bei älteren Kunden oder Menschen mit geringerer technischer Affinität ist das ein Schritt, für den man sich die notwendige Zeit lassen sollte.

Die Nachsorge schließlich definiert die EUHA als integralen Bestandteil der Versorgung. Ihr Zweck ist doppelt: die regelmäßige Überprüfung technischer und auditiver Aspekte einerseits, die fortlaufende Optimierung des Nutzens andererseits. Sitzt die Otoplastik noch richtig? Hat sich das Gehör verändert? Sind neue Hörsituationen hinzugekommen?

DIN EN ISO 21388 als fachliches Fundament

Die Leitlinie orientiert sich konsequent an der DIN EN ISO 21388, die das Hörsystemanpassungsmanagement (HAFM) international standardisiert. Wer nach dieser Leitlinie arbeitet, bewegt sich auf gesichertem fachlichem Boden – und kann das gegenüber Kunden, Kostenträgern und Kooperationspartnern auch belegen.

EUHA-Leitlinie ist kostenlos für alle

EUHA-Präsidentin Beate Gromke betont das erklärte Ziel der Reihe: Qualitätssicherung im Hörakustikalltag für alle zugänglich machen. Deshalb stehen alle fünf Teile kostenlos unter www.euha.org/leitlinien zum Download bereit. Zusammen bilden sie einen vollständigen Referenzrahmen – von der Erstberatung über Messung und Auswahl bis hin zu Anpassung und Nachsorge.

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