Die Babyboomer kommen ins Alter der Erstversorgung – viele sind bereits mittendrin. Für Hörakustiker bedeutet das: Eine riesige Zielgruppe steht vor der Tür. Gleichzeitig herrscht in vielen Fachgeschäften Unsicherheit. Wie digital müssen Prozesse künftig werden? Erwarten Babyboomer Remote-Kommunikation? Oder bleibt am Ende doch alles beim persönlichen Gespräch? Alteos hat unter 2.500 Babyboomern eine repräsentative Umfrage durchgeführt, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen.

Das Potenzial der Babyboomer im Hörakustik-Fachgeschäft
Kein Fachgeschäft kommt an der schrittweisen Digitalisierung vorbei. Doch das weiß die neue Generation auch zu vergüten: Laut Report wird bis 2031 ein Mehrabsatz von rund 610.000 Hörsystemen erwartet – nur durch die Babyboomer. Sich jetzt auf die Wünsche und Bedürfnisse dieser Zielgruppe einzustellen, lohnt sich also. Aber was erwarten Babyboomer wirklich?
Digital, analog oder hybrid – Wie wollen Babyboomer beim Hörakustiker beraten werden?
Immer wenn es um neue Kunden-Generationen im Fachgeschäft geht, prasseln von allen Seiten vermeintliche Expertenmeinungen über sich verändernde Wünsche und Bedürfnisse ein: So auch bei der aktuellen Diskussion über die Babyboomer. Aber wie viel ist an diesen Behauptungen wirklich dran? Um das herauszufinden, hat Alteos 2.500 Babyboomer befragt. Die Ergebnisse findet man im Hörakustik-Report 2026, der kostenlos zum Download bereitsteht.
Wollen Babyboomer alle digital beraten werden? Oder bevorzugen sie eher den persönlichen Kontakt? Wie so häufig liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen – das lässt sich durch den Hörakustik-Report 2026 nun ganz klar sagen. Denn auch wenn jede Generation übergreifend ihren eigenen Charakter mit sich bringt, hat weiterhin jeder Kunde unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse:
„Hybride Versorgung“ versteht jeder Hörgeräte-Kunde anders
58,6 Prozent der an der Umfrage beteiligten Babyboomer informieren sich nach wie vor vorab im Fachgeschäft. Anschließend bevorzugen 40 Prozent eine Mischung aus persönlicher und digitaler Betreuung. Immer noch 39 Prozent wollen ausschließlich persönlich beraten werden. Und eine rein digitale Versorgung wünschen sich nur rund 12 Prozent.
Für die Realität im Fachgeschäft heißt das: Eine persönliche Beratung ist und bleibt der Anker. Digitale Angebote sind für viele eine sinnvolle Ergänzung – aber kein Ersatz. Ein entscheidender Skill ist, festzustellen, wer im Erstgespräch vor einem sitzt.
Generation Babyboomer – die vier Technik-Typen
Um das zu vereinfachen, wurden für den Hörakustik-Report vier Technik-Typen ermittelt: 28,2 Prozent der Befragten waren Silver Geeks, die viele Wahlmöglichkeiten und nachweisbare Effekte erwarten. Digital Minimalists – mit 51,4 Prozent die größte Gruppe – wünschen sich Zuverlässigkeit, ohne Ballast. 14 Prozent waren Tech Stressed, diese Gruppe braucht etwas mehr Zeit, Sicherheit und klare Anweisungen. Und immerhin 6,4 Prozent waren Offliner, die am liebsten analog unterwegs sind.
Der eine Kunde möchte beim ersten Termin also sofort wissen, welche Funktionen die App bietet, wie Streaming funktioniert und was sich individualisieren lässt. Der nächste Kunde braucht zunächst Vertrauen in das Hörsystem selbst. Für ihn ist digitale Zusatztechnik erst später relevant.
Der Hörakustik-Report 2026 schlüsselt auf, woran die einzelnen Typen zu erkennen sind. Und daran lässt sich ableiten, welche Vorgehensweise für den weiteren Verlauf der Versorgung voraussichtlich die passende ist – digital, hybrid oder analog?
Gute Berater machen bereits alles richtig
Die eigentliche Pointe des Reports: Gute Hörakustiker machen vieles davon längst intuitiv. Sie hören zu, erkennen Bedürfnisse, passen Tempo und Tiefe der Beratung an.
Der Unterschied ist: Der Report gibt diesem Vorgehen jetzt Daten, Struktur und neue Denkanstöße. Das tut er, indem er der Zielgruppe Fragen stellt wie: “Welche Rolle sollte ein moderner Hörakustiker für Sie vor allem übernehmen?”, “Wie bevorzugen Sie es grundsätzlich, Serviceangebote in Anspruch zu nehmen?” oder “Welche dieser digitalen Hilfsmittel Ihres Hörakustikers wären für Sie am nützlichsten?”
So hilft er den Anpassern, einzuschätzen: Braucht der Kunde eher Sicherheit? Ist er ein Fan von digitalen Features? Möchte der Kunde angeleitet werden oder selbst ausprobieren? Bedeutet Digitalisierung für ihn eher Entlastung oder ist es ein Stressfaktor?
Was ist also das Fazit? Babyboomer erwarten von Hörakustikern weder reine Digitalisierung noch ausschließlich klassische Beratung – sie wünschen sich vor allem passende, flexible Betreuung. Wer persönliche Nähe mit sinnvollen digitalen Angeboten kombiniert und individuelle Bedürfnisse früh erkennt, verschafft sich einen klaren Wettbewerbsvorteil.
Der Hörakustik-Report 2026 liefert hier wertvolle Impulse. Hier könnt Ihr ihn kostenlos downloaden.
Quelle: Hörakustik-Report 2026, Alteos / Civey-Befragung




