Die jüngste Erweiterung der Widex Compass Cloud vom 1. Juni bietet einige echte Highlights: Im Zentrum stehen unter anderem die feinanpassbaren Sound-Classes und das damit verbundene erweiterte Datalogging – und die Kombination aus beidem bietet ein mächtiges Tool für die Beratung. Es dient dem Hörakustiker als Argumentationshilfe und findet für den Kunden genau die Technologiestufe, die perfekt zu seinem Leben passt.

Die Vorteile einer cloudbasierten Anpasssoftware
Seit der Einführung im April 2025 ist einiges passiert. Durch fortlaufende Updates konnte die Compass Cloud innerhalb von nur einem Jahr auf einen gewaltigen Funktionsumfang angefüttert werden – und gleichzeitig flexibel auf die Vorschläge der Hörakustiker reagieren.
Unzählige kleinere Optimierungen, Darstellungsverbesserungen und Bugfixes liefen seitdem im Hintergrund – für viele völlig unbemerkt. Und zwischendurch konnten sich Hörakustiker über neue Funktionen freuen, die sie sich über eine der vielen Kundenbefragungen vom Hersteller gewünscht hatten. Ein Highlight stellte dabei die langersehnte Integration des Allure Sensogramms dar, das – cloudtypisch – ganz automatisch, ohne weiteres Zutun ab dem Stichtag nutzbar war.

Juni-Erweiterungen: Großes Update der Widex Compass Cloud als Reaktion auf Hörakustiker-Feedback
In diese Kategorie der großen Feature-Updates fällt auch die Juni-Erweiterung, welche mitunter auf einer Kundenbefragung von Februar beruht: Seit dem 1. Juni dürfen sich Hörakustiker zum Beispiel über SmartSpeak freuen, also Sprachansagen direkt über die Hörsysteme, oder den Adaptions-Manager, der frisch versorgten Erstträgern den Einstieg erleichtert, indem die Verstärkung schrittweise angepasst wird.
Darüber hinaus hält ein mächtiges Tool für die Kundenberatung Einzug: die Kombination aus den nun feinanpassbaren Sound-Classes und dem damit eng verbundenen erweiterten Datalogging. Um zu verstehen, warum ausgerechnet diese Funktionen so nützlich sein können, hilft ein kurzer Blick darauf, wie Sound-Classes überhaupt funktionieren:
Mächtiges Tool für die Beratung: Sound-Classes und erweitertes Datalogging
Widex Allure Hörsysteme sind in den vier Technologiestufen 110, 220, 330 und 440 verfügbar. Mit jeder Technologiestufe unterscheidet das Hörsystem zwischen mehr Sound-Classes, also Hörumgebungen. Die höchste Stufe, 440, erkennt und reagiert auf den vollen Umfang von 11 Sound-Classes, die seit 1. Juni zudem feinanpassbar sind.
Wer eine niedrigere Technologiestufe wählt, profitiert von entsprechend weniger unterschiedlichen Sound-Classes. Das ist per se nichts Schlechtes, denn nicht jeder Kunde befindet sich regelmäßig in allen 11 Hörumgebungen – der eine Kunde hat schließlich einen aktiven Lebensstil, der andere eher einen ruhigen. Aber woher weiß man wirklich, wie vielen der 11 Sound-Classes der Kunde in seinem Alltag begegnet?
Hier kommt das erweiterte Datalogging ins Spiel: Schickt ein Hörakustiker einen Neukunden mit einem Testgerät in den Alltag, kann er im Anschluss in der Cloud genau auswerten, welche der elf Sound-Classes am häufigsten aktiv waren – und das unabhängig davon, welche Technologiestufe der Kunde gerade ausprobiert hat.
Stellt sich dabei zum Beispiel heraus, dass eine bestimmte Hörumgebung besonders häufig erkannt wurde, die aber in der getesteten Stufe gar nicht enthalten ist, ergibt sich daraus ein sehr konkretes und nachvollziehbares Beratungsargument: Eigentlich wäre eine höhere Technologiestufe besser geeignet, weil genau die Situationen, in denen er sich am häufigsten bewegt, dort erst zuverlässig abgedeckt würden.
Widex gibt dem Hörakustiker eine Argumentationshilfe zur Hand

Was anschließend passiert, liegt ganz beim Kunden selbst. Möchte und kann er etwas mehr investieren, um ein Gerät zu bekommen, das wirklich zu seinem Alltag passt? Oder entscheidet er sich bewusst für die niedrigere Technologiestufe und nimmt in Kauf, dass sie nicht die optimale Lösung für ihn ist? Beide Entscheidungen sind völlig legitim – der entscheidende Unterschied ist, dass der Kunde sie jetzt auf Basis echter, persönlicher Daten trifft und nicht aus dem Bauch heraus.
Für den Hörakustiker bedeutet das vor allem eines: Er muss nicht mehr nur erklären und überzeugen, er kann zeigen. Schwarz auf weiß, mit den eigenen Nutzungsdaten des Kunden als Beleg. Das macht Beratungsgespräche nicht nur überzeugender, sondern auch entspannter, weil am Ende nicht die Einschätzung des Akustikers gegen das Gefühl des Kunden steht. Es gibt nun handfeste, objektive Daten.
Während die Juni-Erweiterungen erst vor ein paar Wochen ausgerollt wurden, stehen schon die nächsten Optimierungen in den Startlöchern: Widex fragt aktiv nach, was sich Hörakustiker für die Compass Cloud als Nächstes wünschen. Eine aktuelle Kundenbefragung läuft bereits. Wer mitreden möchte, kann das über diesen Link tun.




