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Power of We in Hamburg: Unitron denkt auf der uCon Partnerschaft neu

Aus Geschäftspartnern werden Partner auf Augenhöhe: Genau dieses Gefühl prägte die fünfte uCon von Unitron in Hamburg. Im Opernloft am Alten Fährterminal trafen zwei Tage lang rund 140 Teilnehmer auf ein Eventformat, das bewusst auf Nähe, Austausch und Inspiration setzte. Unter dem Motto „Power of We“ zeigte Unitron, dass es bei moderner Hörakustik schon lange nicht nur um Technik geht, sondern um Verbindung, Vertrauen und gemeinsames Weiterdenken. Und gerade das machte die Veranstaltung bemerkenswert.

Was die uCon besonders macht

Die uCon ist längst mehr als ein klassischer Branchentermin. Wer dort war, merkte schnell: Hier geht es nicht um Frontalbeschallung, sondern um Dialog, Mitdenken und Mitmachen. Der entspannte, fast schon legere Ton gab der Veranstaltung wieder einmal einen eigenen Vibe, der sehr gut zur Idee eines offenen Partnerformats passt. Es ging um Verbindung, Zuhören und Machen, also um genau jene Elemente, aus denen im Alltag tragfähige Zusammenarbeit und unternehmerischer Erfolg entstehen. Der Eindruck vor Ort war insofern eindeutig: Hier sollte nicht bloß kommuniziert, sondern gemeinsam etwas bewegt werden.

Darum stand das Wir im Mittelpunkt

Das Motto „Power of We“ brachte die Stoßrichtung der Veranstaltung ziemlich genau auf den Punkt. Unitron stellte nicht nur die Beziehung zwischen Hörakustiker und Endkunde in den Fokus, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen Hörakustiker und Hersteller sowie innerhalb des Teams im Fachgeschäft. Das ist klug gewählt, denn in all diesen Verbindungen entscheidet sich, ob Beratung, Verkauf und Betreuung wirklich überzeugen.

Wie Ed Thuinissen Partnerschaft versteht

Ed Thuinissen, Geschäftsbereichsleiter Unitron und HANSATON, machte klar, dass Partnerschaft für ihn weit mehr ist als ein schönes Schlagwort. Auf die Frage nach dem Wesen echter Zusammenarbeit verwies er auf ein langfristiges Miteinander, das beide Seiten tragen und mit Leben füllen müssten. Besonders hängen blieb der Satz, Partner und Kunden müssten Spaß haben. Das klang locker, hatte aber Substanz, denn dahinter steckt die Haltung, dass gute Geschäftsbeziehungen nicht nur funktional, sondern auch menschlich stimmig sein sollen. Gemeinsam eine Vision teilen, daran arbeiten, Bedürfnisse verstehen und übersetzen in das, was technische vorhanden oder machbar ist.

Inhaltlich setzte Unitron in Hamburg daher vor allem auf drei Felder: moderne Beratung, smarte Technologie und die Entwicklung von Teams. Dabei wurde deutlich, dass die Marke Erlebnisse als zentralen Bestandteil der Hörreise versteht. Die Kunden von heute wollten Verstehen, Beteiligung und Transparenz erleben, hieß es sinngemäß vor Ort. Genau darauf zahlt die Strategie von Unitron ein, die Beratung stärker objektiviert und zugleich emotional nachvollziehbar macht.

Warum LogItAll so wichtig ist

Ein zentrales Werkzeug in diesem Ansatz ist LogItAll. Dieses Feature wurde nicht erst in Hamburg als eine Art Echtzeit EKG des Höralltags beschrieben, weil es die Hörhistorie in verschiedenen Szenarien sichtbar macht. Damit entsteht eine transparente Grundlage für die Beratung, die der Hörakustiker gemeinsam mit dem Kunden nutzen kann. Hinzu kommt, dass über die App auch die subjektiven Rückmeldungen aus dem Alltag der Kunden in die Kommunikation einfließen können, was die Beziehung zwischen Fachgeschäft und Kunde deutlich partnerschaftlicher werden lassen kann. Je tiefer und eindeutiger die Rückmeldungen, umso besser und präziser die Anpassung.

Auch FLEX:Upgrade spielte eine wichtige Rolle. Vor dem Hintergrund eines eher zurückhaltenden Konsumverhaltens erscheint das Thema optionale Hochstufung der Leistungsklassen für viele Betriebe relevanter denn je. Jan-Philipp Sauter brachte es auf den Punkt, indem er sinngemäß sagte, ein Kunde könne sich mit FLEX eigentlich nicht falsch entscheiden. Genau darin liegt der praktische Charme des Konzepts: Es nimmt Unsicherheit aus dem Prozess und gibt dem Hörakustiker gleichzeitig ein starkes Verkaufsargument an die Hand, das er nach dem Verkauf erneut sinnvoll nutzen kann.

Was die Workshops aus der uCon machten

Carla Eggen zeigt am DISQ-Modell Potenziale in der Beratung auf

Nach dem Auftakt wurde die uCon richtig greifbar, weil sich die Inhalte in drei Workshops auf den praktischen Alltag im Hörakustik-Fachgeschäft herunterbrechen ließen. Den ersten Workshop, „The Power of Team“, leitete Carla Eggen, die seit mehr als 20 Jahren als Moderatorin und Coach arbeitet. Ihr Fokus lag auf der Frage, wie sich versteckte zwischenmenschliche Potenziale, ob mit den Kunden und im Team, erkennen und gezielt nutzen lassen, ohne Menschen vorschnell in Schubladen zu stecken. Mit dem DISQ-Modell als Ausgangspunkt ging es darum, unterschiedliche Persönlichkeiten besser zu verstehen, Vertrauen aufzubauen und auch die eigene Führungsarbeit bewusster zu gestalten. Gerade für Hörakustiker, die täglich mit Mitarbeitern arbeiten und Teams entwickeln müssen, war das ein praxisnaher Impuls, der über reine Motivationsfloskeln deutlich hinausging.

Den zweiten Workshop, „The Power of AI“, leitete Raphael Koning, seit 2025 Geschäftsführer der audatic GmbH innerhalb der Sonova Gruppe. Er nahm die Teilnehmer mit auf einen praxisorientierten Blick auf Künstliche Intelligenz und zeigte, wie sich KI-Tools im Fachgeschäft sinnvoll einsetzen lassen. Dabei ging es nicht um futuristische Schlagworte, sondern um konkrete Anwendungen, etwa zur Optimierung von Prozessen oder zur Entwicklung eigener Marketingkampagnen. Die Botschaft war klar: KI ist kein Selbstzweck, sondern kann dann besonders wertvoll werden, wenn sie im Tagesgeschäft Zeit spart, Denkanstöße liefert und Abläufe verbessert.

„The Power of Upgrade“ war schließlich der dritte Workshop. Er wurde von Anja Weinreich, Leiterin der Audiologie bei Unitron, geführt. Hier drehte sich alles um die Frage, wie sich ein Upgrade-Tag als Marketinginstrument im Fachgeschäft sinnvoll aufbauen lässt und welche Erfolgsfaktoren dafür notwendig sind. Die Teams entwickelten dazu eigene Konzepte und Poster, was der Runde einen sehr lebendigen, fast schon werkstattartigen Charakter gab. Im Mittelpunkt stand die Überlegung, wie sich Upgrades nicht als bloßer Verkaufsakt, sondern als nachvollziehbarer Mehrwert für den Kunden inszenieren und erleben lassen. Gerade in einem Markt mit zurückhaltendem Konsum bekam dieses Thema dadurch eine besondere Relevanz.

In der Summe machten die Workshops deutlich, worauf Unitron mit der uCon zielt: nicht nur informieren, sondern befähigen. Auf diesem Grundkonzept fusst schließlich auch das Anpassungskonzept des Herstellers. Die Teilnehmer sollten nicht mit fertigen Antworten nach Hause gehen, sondern mit neuen Blickwinkeln, frischen Ideen und konkreten Ansätzen für den eigenen Betrieb. Genau darin lag die Stärke dieses Teils der Veranstaltung, weil hier aus Theorie unmittelbar anwendbare Praxis wurde. Auch der anschließende, gemeinsame Abend mit Blick auf die Elbe und die Containerschiffe trug dazu bei, dass die uCon nicht als reine Konferenz, sondern als erlebbares Branchenevent in Erinnerung blieb.

Wie der zweite Tag ausklang

Am zweiten Tag wurden die Workshop-Ergebnisse ausgewertet und besprochen, bevor Lutz Langhoff mit seinem Vortrag „The Fire of We“ den Schlusspunkt setzte. Der Auftritt passte hervorragend zur Grundstimmung der Veranstaltung, weil er Mut, Emotion und Leidenschaft mit dem Gedanken eines starken Unternehmens-Wir verband. Gerade das Zusammenspiel aus Inhalt und Atmosphäre machte den Reiz der Veranstaltung aus.

Die fünfte uCon in Hamburg zeigte also einmal mehr, wie sich ein Herstellerforum heute anfühlen kann, wenn es wirklich nah an den Bedürfnissen der Branche gebaut ist. Unitron setzte auf Partnerschaft, Erlebnisse und konkrete Werkzeuge, die im Hörakustik-Alltag tatsächlich etwas bewegen können. Das war nicht laut, nicht aufgesetzt und gerade deshalb überzeugend. Wer verstehen will, wohin sich die Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Hörakustikern entwickelt, bekam in Hamburg ein ziemlich klares Bild: Zukunft entsteht dort, wo Menschen einander auf Augenhöhe begegnen.