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Signia Active Mini IX: Wenn ein Hörgerät aussieht wie ein Premium-Earbud

Sieben Jahre jünger, deutlich kompakter, drei neue Farben – Signia legt nach. Mit dem Active Mini IX präsentieren die Erlanger nicht einfach ein weiteres Hörgerät, sondern einen echten Türöffner für eine Zielgruppe, die klassische Versorgungskonzepte bislang links liegen ließ. Was das neue Modell so bemerkenswert macht: Es kombiniert das komplette audiologische Arsenal der bewährten IX-Plattform mit einer grundlegend überarbeiteten Bauform, die man eher im Apple Store als in einem Hörakustikbetrieb vermuten würde. Und genau das könnte erneut der entscheidende Schachzug sein – was das Vorgängermodell bereits bewiesen hat.

Kleiner, flacher, smarter: Die neue Bauform macht den Unterschied

Wer das Active Mini IX neben seinen Vorgänger legt, erkennt sofort, was Signia der Mitteilung nach optimiert haben will. Das Gehäuse ist flacher geworden, der Tragezapfen leicht gebogen – und schmiegt sich damit deutlich dezenter hinter den Tragus. Die Bilder, die uns bisher erreichten, sprechen Bände. Das Ergebnis ist ein Sitz, der weniger wie ein Hörgerät und mehr wie ein Premium-Earbud wirkt. Und laut einer internen Tragekomfortstudie sollen 97 Prozent der Tester den Komfort positiv bewertet haben – ein Wert, der für sich spricht.

Im Vergleich: Oben der Vorgänger, unter das neue Active Mini IX

Für den Hörakustik-Fachbetrieb ist diese Entwicklung aus einem ganz praktischen Grund interessant: Das Active Mini IX ist ein Instant-Fit-Gerät. Keine Wartezeiten, keine Maßanfertigung, direkt anpassen und mitnehmen. Wer einen zögernden Erstkunden in der Beratung hat, bekommt von Signia einmal mehr mit diesem Modell ein Instrument in die Hand, das die Einstiegshürde spürbar senkt.

Spannend vor allem, wenn das Produkt im Schaufenster oder auf dem Passantenstopper vorm Laden sichtbar ist. So lässt sich ein WOW-Effekt erzeugen und der Blickwinkel auf Hörgeräte könnte damit ein anderer werden.

Sieben Jahre jünger: Was die Zielgruppen-Daten wirklich bedeuten

Die vielleicht interessanteste Zahl von Signia ist nicht audiologischer Natur, sondern demografischer: Active-Träger sind im Schnitt sieben Jahre jünger als Träger klassischer Bauformen. Gemessen an Userdaten aus dem Connexx-System ergibt sich für Deutschland eine durchschnittliche Altersverteilung von 82 Jahren bei HdO-Geräten, 78 Jahren bei RIC und 71 Jahren bei Active-Modellen.

Das ist keine Marginalie. Das ist eine Marktlücke. Menschen Anfang bis Mitte 60, die eine leichte bis mittlere Schwerhörigkeit haben und sich mit dem klassischen Erscheinungsbild eines Hörgeräts schlicht nicht identifizieren können, sind mit dem Active Mini IX auf ganz anderem Weg ansprechbar. Design wirkt hier nicht als nette Zugabe, sondern als eigentlicher Kaufauslöser.

Volle IX-Plattform, kein Kompromiss

Was das Active Mini IX vom reinen Lifestyle-Gadget unterscheidet, ist die technische Substanz dahinter. Trotz der kompakten Bauform ist das gesamte Leistungsspektrum der Integrated Xperience Plattform an Bord: Multi-Beamformer, Konversationsanalyse, deutliche Verbesserung der Sprachintensität in Gruppengesprächen und in Bewegung. Hinzu kommen Bluetooth-Streaming mit Hands-free-Funktion für iOS und LE Audio, der Signia Assistant sowie bis zu 21 Stunden Akkulaufzeit. Nach 30 Minuten Schnellladung sollen bis zu fünf weitere Stunden drin sein. Kabelloses Laden nach Qi-Standard ist ebenfalls mit dabei, ebenso IP68-Zertifizierung gegen Staub und Wasser. Der Charger hat natürlich eine Powerbank. So lässt sich das Active Mini IX drei Mal komplett aufladen.

Das Gerät ist in allen fünf IX-Leistungsklassen bestellbar – von der Einstiegsversorgung bis zur Premiumklasse. Für den Hörakustiker bedeutet das: ein und dasselbe attraktive Formfaktor-Konzept lässt sich quer durch alle Patientenbedürfnisse und Budgets einsetzen. Den Multi-Beamformer gibts ab der Preisklasse 3.

Garnet Black, Rose Gold, Pearl White: Wenn Farbe zur Strategie wird

Drei Farben, drei Aussagen. Pearl White und das bekannte Earbud-Schwarz bedienen jene Kunden, die optisch möglichst nah am Consumer-Electronics-Look bleiben wollen. Rose Gold hingegen verlässt diese Zone der Wahrnehmung hingegen bewusst. Hier wird das Hörgerät zum Accessoire, zum nicen Statement – ähnlich dem Weg, den Brillenhersteller vor einigen Jahrzehnten gegangen sind, als das Tragen einer Brille vom Makel zum Stilmittel wurde. Signia hat für den Marktstart eigene Werbematerialien in der Ästhetik der bekannten “Colors of Us”-Kampagne entwickelt, die diese Positionierung konsequent weiterführen. Bestellbar über eBusiness und Vorlagen auch als Download.

Garnet Black ist ab Ende Juni auslieferbar, Rose Gold und Pearl White folgen im Juli. Ab sofort können alle Varianten in allen IX-Leistungsklassen bestellt werden. Zur Einführung gibt’s natürlich auch das S-Demo-Gerät in schwarz sowie zwei Angebote.

Signia Active Mini IX – Design ist Versorgung

Das Active Mini IX ist mehr als eine Produkterweiterung. Er ist ein Argument dafür, dass Ästhetik und Audiologie keine Gegensätze sind – sondern sich gegenseitig verstärken. Für Hörakustiker, die jüngere, designaffine Kunden ansprechen wollen, die dem klassischen Hörgerätekonzept gegenüber skeptisch sind, dürfte dieses Modell zu einem der relevantesten Neuzugänge des Jahres werden. Dass die Technologie dahinter keinerlei Abstriche macht, macht die Sache rund. Wer Kunden gewinnen will, die bislang als schwer erreichbar galten, sollte dieses Gerät schnell in seinem Beratungskoffer haben.