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Vom Akku-CIC bis zum Bluetooth®-Universalisten: Das sind Patrick Breitenfelds Favoriten im G8-Portfolio von Audio Service

Mit den neuen HdO-Modellen ist das G8-Portfolio von Audio Service seit kurzem komplett. Für uns war das der passende Anlass, Patrick Breitenfeld, Leiter Produktmanagement bei Audio Service, nach seinen persönlichen Favoriten zu fragen. Welche Geräte kommen besonders gut an? Welche Funktionen machen in der Anpassung den Unterschied? Und welches Feature steht viel zu selten im Rampenlicht?

Vom Akku-CIC bis zum Bluetooth-Universalisten - Das sind Patrick Breitenfelds Favoriten im G8-Portfolio von Audio Service

Mit den HdO-Modellen ist die G8-Plattform von Audio Service nun in allen Bauformen vertreten. Vom diskreten CIC über Instant-Fit- und maßgefertigte IdO-Lösungen bis zu RIC- und leistungsstarken HdO-Systemen können Hörakustiker auf eine gemeinsame Technologiebasis zurückgreifen, samt allumfassender tune-Fähigkeit. Ungefähr zwei Jahre lang hat Audio Service seine aktuelle Plattform nun also Hörsystem um Hörsystem erweitert. Uns hat die Sichtweise von Patrick Breitenfeld, Leiter Produktmanagement bei Audio Service, interessiert: Wenn er auf diese Zeit und auf das nun vollständige Portfolio blickt welche Highlights kommen ihm da in den Kopf?

CIC Li 8: Ein Akku-IdO, auf das viele gewartet haben

Audio Service CIC Li 8

Eines von Breitenfelds persönlichen Produkthighlights ist das CIC Li 8. Das maßgefertigte Im-Ohr-Hörsystem verbindet drei Themen, die bei vielen Kunden weit oben auf der Wunschliste stehen: eine sehr diskrete Bauform, Akkutechnik und die aktuelle G8-Plattform.

„Das hat uns bis zum Frühjahr definitiv gefehlt“, sagt Breitenfeld. Entsprechend gut laufe es seit dem Marktstart, oder wie er es beschreibt: „wie geschnitten Brot“. Das CIC Li 8 zeigt, wie stark sich die Nachfrage verändert hat: Sogar bei sehr kleinen Bauformen wird Akkukomfort mittlerweile fast schon erwartet.

Spannend ist außerdem das IF CIC Li 8. Das Kürzel IF steht für „Instant Fit“. Anders als ein maßgefertigtes IdO kann diese Lösung direkt mit passenden Schirmchen versorgt werden. Breitenfeld sieht das System besonders bei Erstversorgungen im Vorteil. Es ist klein, schlicht gestaltet und kommt ohne Bedienelemente auf der Außenseite aus.

Bluetooth® Classic als Universal-Schlüssel: R Li T BC 8

Audio Service R Li T BC 8

Ein zweites aktuelles Highlight ist für Breitenfeld das R Li T BC 8. Das „BC“ im Namen steht für Bluetooth® Classic. Er beschreibt die Technik als eine Art „Universal-Schlüssel für die Ankopplung“. Der Vorteil liegt in der breiten Kompatibilität. Gerade wenn ein Kunde noch nicht genau weiß, welche Endgeräte er künftig nutzen möchte, oder regelmäßig zwischen Smartphone, Laptop und weiteren Geräten wechselt, kann das die Beratung und Einrichtung vereinfachen.

Trotzdem ist Bluetooth® Classic nicht automatisch für jeden die beste Lösung. Breitenfeld rät dazu, genauer hinzuschauen: Welches Smartphone wird verwendet? Wie sicher ist sich der Kunde in dessen Bedienung? Und welche Funktionen möchte er tatsächlich nutzen? Bei einem iPhone-Nutzer kann beispielsweise das R Li 8 die passendere Wahl sein, weil hier die Anbindung an das iOS-System und dessen Bedienhilfen ideal aufeinander abgestimmt sind. Aber wer sich beim Thema Konnektivität grundsätzlich eher unsicher ist und auf Nummer sicher gehen möchte, hat mit dem R Li T BC 8 eben die Universallösung.

Ein Lieblingsfeature von Patrick Breitenfeld: Multi-Track Processing™

Bei den audiologischen Funktionen landet Breitenfeld schnell beim Multi-Track Processing™. Die Technologie ist für Situationen gedacht, in denen mehrere Menschen gleichzeitig oder abwechselnd sprechen, etwa im Restaurant, bei Familienfeiern oder in Besprechungen.

In solchen Momenten wechseln die relevanten Stimmen ständig ihre Position. Das Multi-Track Processing™ kann mehrere Sprachsignale parallel verarbeiten und hält dadurch verschiedene Gesprächspartner im Fokus, auch wenn sie sich bewegen. Der Hörsystemträger muss sich also nicht permanent neu ausrichten.

Besonders stark findet Breitenfeld das Zusammenspiel von Multi-Track Processing™ mit Occlumatic 2.0. Die Funktion erkennt die Stimme des Hörsystemträgers und verarbeitet sie getrennt von den übrigen Signalen. Das ist wichtig, weil die eigene Stimme mit Hörsystem ungewohnt laut, dumpf oder dröhnend wirken kann. Occlumatic 2.0 reduziert diesen Effekt, indem die eigene Stimme nicht wie externe Sprache verarbeitet wird.

Gleichzeitig wird Occlumatic 2.0 auch gewissermaßen für das Multi-Track Processing™ genutzt: Dadurch, dass das Hörsystem die Stimme des Trägers erkennt, fällt es ihm leichter zu bestimmen, mit welchen Sprechern er sich gerade in einem Gespräch befindet.

Audio Service G8 Multi-Track Processing

Acclimatic: der unterschätzte Klassiker von Audio Service

Als unterschätztes Feature nennt Breitenfeld Acclimatic. Der Eingewöhnungsmanager ist bereits seit mehreren Produktgenerationen verfügbar und steht deshalb selten im Mittelpunkt. Gerade für Erstnutzer kann er aber sehr hilfreich sein.

Bei einer neuen Versorgung ist die audiologisch gewünschte Zielverstärkung nicht immer sofort angenehm. Geräusche, die lange kaum wahrgenommen wurden, wirken plötzlich sehr präsent. Wird die Verstärkung zunächst reduziert, muss sie später schrittweise angehoben werden.

Acclimatic automatisiert diesen Prozess. Der Hörakustiker legt eine Ausgangseinstellung, ein Verstärkungsziel und einen Zeitraum fest. Anschließend nähert sich das Hörsystem Tag für Tag in kleinen Schritten der Zielverstärkung. Der Kunde erlebt dadurch keinen abrupten Sprung zwischen zwei Anpasssitzungen, sondern eine kontinuierliche Gewöhnung.

Die Funktion reagiert zudem auf das Verhalten des Nutzers. Wird die Lautstärke häufig erhöht, kann die Annäherung schneller erfolgen. Wird sie regelmäßig reduziert, läuft der Prozess langsamer.

„Wir als Audio Service sind ja die tune-Company“

Der rote Faden durch das gesamte Sortiment ist und bleibt aber natürlich tune. „Wir als Audio Service sind ja die tune-Company“, sagt er. Gemeint ist die Möglichkeit, den Tech Level eines Hörsystems flexibel auszuwählen, zu testen und sogar nach dem Kauf noch upgraden zu können.

Für den Hörakustiker schafft das Spielraum in der Ausprobe. Für den Kunden bedeutet es, dass die technische Ausstattung nicht für die gesamte Nutzungsdauer unveränderlich festgelegt ist. Ändern sich Alltag, Beruf oder Höranforderungen, kann ein höherer Tech Level freigeschaltet werden, ohne dass zwingend ein neues Hörsystem notwendig wird.

Mit dem Eintreffen der HdO-Modelle ist diese Idee nun über das gesamte G8-Portfolio hinweg verfügbar. Das erleichtert vor allem die Beratung: Im Mittelpunkt können zunächst Bauform, Hörverlust und persönliche Anforderungen stehen. Die technologische Flexibilität bleibt anschließend erhalten.

Und ganz nebenbei wird im Gespräch mit Patrick Breitenfeld klar: Ein vollständiges Portfolio ist eben keine Aufforderung, möglichst viele Produkte zu präsentieren. Es schafft die Möglichkeit, gezielter und individueller auszuwählen. Manchmal ist das perfekte Hörsystem ein kleines Akku-CIC, manchmal ein Bluetooth®-Universalist – und manchmal macht den entscheidenden Unterschied ein Feature, das bereits seit Jahren in der Anpasssoftware schlummert.