Starkeys aktuelle Generation Omega AI bringt ein besonders nützliches Tool mit sich: TeleHear AI. Über die My Starkey-App können Nutzer darauf zugreifen, ihr Hörproblem schildern und direkt Hilfe erhalten – in Form einer Klangeinstellung, die sie dann übernehmen können. Nutzer gestalten so ihre Versorgung aktiv mit. Gleichzeitig werden Akustiker entlastet. Wer TeleHear AI in die Beratung integriert, profitiert von vielen Vorteilen – das unterstreichen auch interne Studien.

Starkey TeleHear AI: So funktioniert‘s
Im Kern basiert TeleHear AI auf einem dialogorientierten KI-System: Über die App können Nutzer ihre Hörprobleme so beschreiben, wie sie sie im Alltag wahrnehmen – etwa, wenn Stimmen im Restaurant undeutlich klingen oder Hintergrundgeräusche stören. Die KI interpretiert diese subjektiven Eindrücke und übersetzt sie in technische Stellgrößen wie Verstärkung, Richtwirkung oder Störlärmunterdrückung. Nutzer können diese vorgeschlagenen Einstellungen direkt testen und entscheiden, ob sie übernommen werden sollen.
TeleHear AI – die Vorteile für Nutzer
Für Hörgeräteträger bedeutet TeleHear AI vor allem Autonomie: Sie müssen nicht bis zum nächsten Termin warten, sondern können Probleme sofort adressieren. Das reduziert Frustration und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Geräte konsequent getragen werden.
Ein weiterer Effekt: Wer aktiv an der Optimierung beteiligt ist, entwickelt meist eine höhere Zufriedenheit mit der Versorgung. Das Hörsystem wird nicht mehr als statisches Produkt wahrgenommen, sondern als dynamisches System, das sich an persönliche Bedürfnisse anpasst.

Studien: So gut funktioniert TeleHear AI von Starkey wirklich
Soweit zur Theorie – aber wie gut funktioniert TeleHear AI in der Praxis? Um das herauszufinden hat Starkey wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt: In einer Pilotstudie mit hunderten Interaktionen erkannte das System geschilderte Hörprobleme in über neunzig Prozent der Fälle korrekt. In anschließenden Labor- und Feldtests bewerteten Probanden die KI-optimierten Einstellungen in der Mehrheit der Vergleiche als überlegen gegenüber der ersten BestFit Konfigurationen. Auch im Alltag bestätigten Nutzer häufig eine hörbare Verbesserung nach den automatischen Anpassungen.
Eine zweite Testphase bestätigte diese Ergebnisse mit ähnlich hohen Erkennungs- und Zufriedenheitsraten. Besonders relevant für die Praxis ist dabei, dass ein großer Teil der Teilnehmenden die Funktion als hilfreich und leicht verständlich einstufte. Das ist ein entscheidender Punkt für die erfolgreiche Integration in das Beratungskonzept: Eine technisch komplexe Lösung bringt schließlich nur dann Nutzen, wenn sie im Alltag tatsächlich angewendet wird.
Vorteile für Hörakustiker in Zeiten des Fachkräftemangels
Tools wie TeleHear AI sind also ein echtes Hilfsmittel für Endnutzer – haben aber noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Sie füllen die Versorgungslücke, die entsteht, sobald der Kunde das Fachgeschäft verlässt. Im Anpassraum kann nur begrenzt nachvollzogen werden, wie sich ein Hörsystem in spontanen Alltagsszenarien verhält. TeleHear AI bringt diesen Prozess genau dorthin. Beim nächsten Termin sieht der Hörakustiker, in welchen Situationen der Kunde welche Anpassungen vorgenommen hat. Er kann diese dann fest übernehmen.
Beim stetig fortschreitenden Fachkräftemangel ist Zeit eine wichtige Ressource – und die kann man mit TeleHear AI einsparen: Bei Routine-Feinanpassungen, die bisher Termine blockierten, kann die KI den Akustiker entlasten. Dadurch gewinnt er mehr Zeit für komplexe Fälle, Beratung und Neukunden. Gleichzeitig liefert das System strukturierte Rückmeldungen aus realen Hörsituationen. Diese Daten sind oft aussagekräftiger als subjektive Schilderungen im Nachgespräch.
Nicht zuletzt kräftigt TeleHear AI die Kundenbindung: Es unterstützt den Dialog, Herausforderungen des Höralltags können so leichter benannt und besprochen werden. Der Endkunde liefert konkrete Erfahrungswerte, der Akustiker interpretiert sie fachlich und trifft übergeordnete Entscheidungen.
KI-Assistenten bleiben unterstützend
Wichtig zu wissen: TeleHear AI trifft keine kritischen Entscheidungen und ersetzt keine Anamnese. Die KI schlägt Parameteranpassungen vor, aber sie definiert weder Indikation noch Versorgungskonzept. Genau diese Aufgaben bleiben Kernkompetenzen des Akustikers. Doch wer die Rückmeldungen aus dem System interpretieren kann, gewinnt zusätzliche Einblicke in reale Hörsituationen seiner Kunden. Und das stärkt letztendlich die professionelle Positionierung.
TeleHear AI bringt den Anpassprozess in den Alltag des Trägers, liefert dem Akustiker evidenzbasierte Optimierungsvorschläge und bindet Nutzer aktiv ein. Im Wesentlichen ergänzt das Tool das fachliche Portfolio um neue Werkzeuge: Für Endkunden bedeutet das mehr Kontrolle und schnellere Problemlösung, für Akustiker eine effizientere Arbeitsweise und mehr Servicequalität.
Hier geht’s zum Whitepaper über die Studien.




