Mit Smile brachte Unitron im Mai seine nächste Generation an den Start – und highlightet damit das echte Leben: ruhig, laut, komplex – aber eben auch die kleinen Momente, die man nicht verpassen will. Möglich machen soll das der neue ERA-Chip, KI-gestützte Signalverarbeitung und zahlreiche Detailverbesserungen, die das Hörsystem zum perfekten Alltagsbegleiter machen. Wir haben uns die Plattform einmal genau angesehen.

Unitron Smile: Neuer ERA-Chip mit KI

Kernstück der Smile-Plattform ist der neue ERA Chip, der laut Hersteller für die „beste Sound Performance aller Zeiten“ sorgen soll. Das Betriebssysem Integra OS wurde mittels maschinellen Lernens, also KI, darauf trainiert, Hörumgebungen zu analysieren und reagiert mit differenzierter Richtmikrofonsteuerung und Störgeräuschunterdrückung.
Insgesamt acht verschiedene Hörsituationen werden analysiert und klassifiziert: Gespräch in lautem Störgeräusch, Gespräch in großer Gruppe, Gespräche in kleiner Gruppe, Musik, Störgeräusch, Ruhige Umgebung, Gespräch in ruhiger Umgebung, Gespräch im Störgeräusch – und dazu zwei Streamingumgebungen: Media Speech und Media Music. Auf diese Hörumgebungen reagiert das Hörgerät automatisch – so dass es der Nutzer kaum wahrnimmt.
Smile-Technologien: Hyperfocus und Soft Speech ermöglichen angenehme Gespräche
Eine wesentliche Neuerung der Smile-Plattform ist der weiterentwickelte HyperFocus, der nun in Kombination mit der dynamischen Störgeräuschunterdrückung wirkt, wenn ein Gespräch in anspruchsvoller Hörumgebung erkannt wird. Hierbei werden die binauralen Mikrofone genutzt um einen engen Richtstrahl zu bilden, der gezielt die Sprache anhebt, während Störgeräusche dynamisch uns richtungsunabhängig reduziert werden. AutoFocus 360 erkennt, aus welcher Richtung die relevante Sprache kommt und lenkt den Richtstrahl dorthin. Hörakustikern bleibt übrigens weiterhin die Freiheit, den HyperFocus wenn gewünscht als aktivierbares Feature in einem manuellen Programm einzurichten.
Für Autofahrten steht dem Nutzer zudem weiterhin das Programm 360° Sprachverstehen im Auto zur Verfügung, das bereits bei Vivante eingeführt wurde. Es ist für die spezielle Störlärmkulisse im Auto optimiert und lenkt nach Aktivierung über die App den Richtstrahl automatisch auf sprechende Mitfahrer, egal auf welchem Sitzplatz man sich befindet.
Nicht nur in lautem Umfeld bringt Smile technische Neuerungen. Ein weiterentwickeltes Feature ist die Sprachanhebung mit Soft Speech: Sie highlightet subtile Sprachnuancen, ohne leise Umgebungsgeräusche unverhältnismäßig zu verstärken. Durch die Intensivierung dezenter Sprachsignale wird leise Sprache besser verständlich und die Höranstrengung verringert.
Universelle Konnektivität: Dual-Streaming und mehr Reichweite
Auch bei der Bluetooth-Konnektivität wurde technisch nachgelegt. Smile unterstützt die gleichzeitige Verbindung mit zwei aktiven Bluetooth-Geräten sowie die Kopplung mit bis zu acht Geräten insgesamt – ein Punkt, der besonders im Berufsalltag oder bei technikaffinen Nutzern mit mehreren Endgeräten wichtig sein kann.
Die Signalübertragung wurde laut Hersteller um das bis zu Sechsfache gesteigert. Die Reichweite ist nun doppelt so groß, und das Umschalten zwischen gestreamten und akustischen Signalen erfolgt deutlich flüssiger.
Neues Unitron-Modell Moxi S-R
Zu erleben ist die neue Plattform aktuell in Form des Unitron-Dauerbrenners Moxi S-R und in sechs verschiedenen Farben. Das RIC-Hörsystem ist wasserresistent dank IP68-Zertifizierung und wird mit Li-Ionen-Akkus betrieben, aufladbar entweder mit dem neuen, passenden Standard-Charger oder der neuen ChargerGo-Ladestation mit integrierter Powerbank. Wieder dabei ist auch die beliebte Tap Control-Steuerung, die für verschiedene Funktionen programmiert werden kann. Ihren Kunden können Hörakustiker bereits alle Technologieebenen anbieten.


Welche Smile-Technologieebene kann was?
Apropos: Wie üblich sind die Top-Features den höheren Technologieebene vorbehalten. Von allen acht Hörumgebungen profitieren die Nutzer lediglich bei der Premiumstufe, ebenso wie vom manuellen Programm 360°-Sprachverstehen im Auto und dem AutoFocus 360.
Ab der Advanced-Stufe V7 ist unter anderem der HyperFocus integriert – und bereits ab der Standard-Stufe V5 die Funktion Soft Speech. Über die neue universelle Konnektivität dürfen sich durch die Bank alle Nutzer der Smile-Plattform freuen, unabhängig von der Technologieebene.

Nicht zuletzt wurden auch die Experience Tech Tools weiterentwickelt. Insbesondere das belebte Feature Log it All ermöglicht, ganz klar die Bedürfnisse der Nutzer zu erkennen – Senior Trainer Key Account Daniel Schopf hat uns ausführlich erklärt, welche das sind. Ebenso nützlich: Über die Remote Plus App finden Nutzer jetzt die Option „Meine Hörgeräte finden“.
Erneut bietet Unitron nicht nur neue Technik, sondern ein durchdachtes Gesamtpaket. Und so ist Smile die logische Konsequenz des Vorgängers Vivante. Die Plattform vereint smarte Features mit hoher Alltagstauglichkeit und trifft damit einen Nerv bei all jenen, die Hörsysteme nicht als reines Hilfsmittel, sondern als Teil eines aktiven Lebensstil verstehen – oder wie Senior Director Marketing Nicola McLaughlin es formulier hat: „Die Smile-Plattform ist mehr als nur eine Hörlösung – sie ist ein Lifestyle.“




