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Die Hörkontaktlinse: Vielversprechende Studie könnte Markteinführung sichern

Trommelfellvibrator Vibrosonic

Bereits im Juli 2021 haben wir die Hörkontaktlinse® von Vibrosonic ausführlich vorgestellt – nun gibt es Neuigkeiten. Im Januar dieses Jahres startete eine klinische Beobachtungsstudie in gemeinsamer Arbeit mit dem Universitätsklinikum Mannheim und der Universitäts-Klinik Tübingen. Sofern diese erfolgreich ist, erhofft man sich den Start des Verkaufs der neuartigen „Hörsysteme“ ab Herbst 2022.

Die Hörkontaktlinse: Vielversprechende Studie könnte Markteinführung sichern
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Die Hörkontaktlinse sitzt direkt auf dem Trommelfell, was besondere, klangliche Vorteile mit sich bringt. Das Hinter-dem-Ohr-Modull soll zukünftig ebenfalls im Gehörgang platziert werden können.

Der Start der klinischen Beobachtungsstudie stellt eine neue Phase in der Entwicklung und der erstrebten Zulassung des alpha-Modells von Vibrosonic dar. Bei der Studie soll die Wirksamkeit der Hörverbesserung und die erhoffte Bandbreite der Hörverstärkung getestet werden. Gerade letzteres wird gespannt verfolgt, da die Hörkontaktlinse® verspricht, den nahezu selben Frequenzbereich wie den eines gesunden Gehörs abzudecken. Außerdem kann durch die Position direkt auf dem Trommelfell dem oft beschriebenen blechernen Klang von Hörgeräten vermieden werden.

In der Studie werden Probanden mit einer leichten bis mittelgradigen Hörminderung eingesetzt. Dabei bekommen die Probanden erst einseitig, später beidseitig die Hörkontaktlinse® eingesetzt. Sofern erfolgreich, plant das in Mannheim ansässige Unternehmen Vibrosonic eine Markteinführung der neuartigen Hörgeräte im Herbst des aktuellen Jahres. Hierfür laufen parallel zur Studie bereits Gespräche mit HNO-Ärzten und Hörakustikern, damit ein Vertriebsnetz aufgebaut werden kann.

Eine neue Generation der Hörgeräte-Bauweise

Die Hörkontaktlinse® besteht im Wesentlichen aus drei Modulen: Einem Klangprozessor, der bisher noch hinter dem Ohr verortet ist und beispielsweise zum Duschen abgenommen werden kann. Dieser, so ist es geplant, wird aber mit fortlaufender Entwicklung so verkleinert werden, dass er künftig komplett im Ohr verschwindet. Die anderen beiden Module sind das Gehörgangsmodul, welches sich komplett im Gehörgang befindet und die Hörkontaktlinse®, die auf dem Trommelfell befindlich ist. Das Ergebnis ist eine völlig neue Art von Hörgerät. An der Hörkontaktlinse® arbeiten neben Vibrosonic, noch weitere namhafte Verbundspartner wie die Universität Tübingen, die TU Berlin und auch Forscher des Fraunhofer Instituts.

Die Linse für das Trommelfell – Markteinführung für den Herbst 2022 geplant

vibrosonic-gründer
Die Gründer v.l.n.r.: Jonathan Schächtele, Ernst Dalhoff und Dominik Kaltenbacher.

Und was haben Chipbasierte-Diamantpolarisator, Perkutane Katheterpumpetechnologien und die Hörkontaktlinse® gemeinsam? Alle sind auf der Liste der Bundesförderung! Letztere wurde mit fast 1,5 Millionen Euro seitens des Bundes gefördert. All das mit Erfolg, denn bisher gibt es keine Anzeichen dafür, dass das Projekt die aktuelle klinische Studie nicht erfolgreich bestehen sollte.

Ein Erfolg des Projekts könnte durch die innovative Technik und Bauform den Markt für Hörgeräte revolutionieren. Neben dem Alpha-Modell arbeiten die Forscher bereits an einer zweiten Generation des Modells. Diese soll akkubetrieben sein. Außerdem möchte man die aktuell noch hinter dem Ohr befindliche Komponente, gänzlich ins Ohr verlegt bekommen, sodass das Modell nach außen hin gänzlich unsichtbar ist. Zumindest preislich stellt die Hörkontaktlinse® keine Revolution dar, so wird ein Preis von rund 1.600 bis 2.100 Euro erwartet, was sich im Bereich eines Oberklasse-Hörgerätes befindet. Inwieweit die Krankenkassen zuzahlen, hängt sicher von den Ergebnissen der Studie und der folgenden Zulassung ab.

Zum Weiterlesen:

Die Hörkontaktlinse®: Verspricht sie endlich wirklich natürliches Hören?

Vibrosonic-Website

BildquellenVibrosonic